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02.04.07

Stadt Zülpich bewirbt sich um die Landesgartenschau NRW 2010

Die Stadt Zülpich hat sich um die Durchführung der Landesgartenschau 2010 in Nordrhein-Westfalen beworben. Damit will sie eine wesentliche Verbesserung ihrer städtebaulichen, wirtschaftlichen und demografischen Situation verwirklichen sowie an ihre alte Tradition als Ausflugs- und Tourismusziel anknüpfen. 

Das Bewerbungskonzept inkl. Prüfung der Machbarkeit und Erstellung der Bewerbungsunterlagen wurde mit Hilfe von ift in Zusammenarbeit mit der Planungsgruppe Hardtberg GmbH (Bonn) und den RMP Landschaftschaftsarchitekten (Bonn) unter großer Beteiligung der Bürger und Unternehmen Zülpichs erstellt. Zum einen basiert das Bewerbungskonzept auf bereits unter großer Bürgerbeteiligung erstellten Planungen, wie dem Entwicklungsleitbild „Zülpich 2016“, der städtebaulichen Rahmenplanung „Wassersportsee“ und der Neuaufstellung des Flächenutzungsplanung der Stadt. Zum anderen wurden bei der Konzeption der Landesgartenschau die Ideen und Wünsche der Zülpicher aus zwei Bürgerworkshops, etlichen Gesprächen mit Vereinen, Unternehmen und Organisationen, einer Bürgerbefragung sowie Reaktionen auf eine begleitende Informationsausstellung (im Rathaus sowie in den Banken) aufgenommen.

Das Bewerbungskonzept der Landesgartenschau Zülpich 2010 sieht zwei Parkbereiche vor:
Im "Park am Wallgraben" (5 ha) wird die den historischen Stadtkern umgebende Wallgrabenzone mit den historischen Toren erheblich aufgewertet und öffentlich zugänglich gemacht. Zentraler Ankerpunkt ist dabei der Mühlenberg mit der Landesburg und dem Ende 2007 eröffnenden „Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur“, der neues städtisches Zentrum für Bürger und Besucher werden soll.
Im "Seepark" (20 ha) am Wassersportsee werden bereits bestehende Einrichtungen deutlich aufgewertet (z.B. Strandbad, Segelboothafen) und neue Attraktionen geschaffen, wie z.B. eine Seepromenade, Seearena, ein Sportpark und Aktionsfeld.
Beide Parkbereiche, die rund 800 m voneinander entfernt liegen, werden für die Besucher durch einen Shuttle Express auf der aufgewerteten und als gärtnerische Zeitreise neu angelegten historischen Stadtachse miteinander verbunden.

Von großer Bedeutung für die Entstehung einer vernetzten Erholungslandschaft ist die Einbindung der angrenzenden Ortschaften sowie der Region in das Landesgartenschau-Konzept. Von besonderer Bedeutung sind dabei die in den Bachauen gelegenen historischen Wasserburgen und Hofanlagen. Geplant sind die Pflege und Ergänzung historischer Gartenanlagen, Verbesserungen der Freizeitangebote und der Infrastruktur für die Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte und die Durchführung von Veranstaltungen. Weiterhin soll das Wegenetz inkl. Beschilderung ergänzt, ausgebaut und durch thematische Routen vernetzt werden.

Neben der Stadt Zülpich hat sich noch die Stadt Hemer um die Austragung der Landesgartenschau 2010 beworben, die eine Kasernenfläche mit der Landesgartenschau umnutzen will. Es stehen also zwei vollkommen unterschiedliche Bewerbungskonzepte zur Auswahl und der Ausgang wird mit Spannung erwartet. Am 25.4.2007 besucht die Auswahlkommission die Stadt Zülpich, um sich das Konzept persönlich vorstellen zu lassen und die Situation vor Ort zu bewerten. Der Besuch der Auswahlkommission wird derzeit mit Hochdruck vorbereitet.

 

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Bewerbungskonzept Zülpich Landesgartenschau NRW 2010

Gestaltungskonzept

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