Aktuelles
09.02.06
World Winter Forum: Simulationsprogramm SNOWPLAN vorgestellt
Auf dem 1. World Winter Forum stellte ift Mitte Oktober in Wien ein Programm zur Simulation des Betriebs von Skigebieten vor. Hauptaspekt ist dabei die Betrachtung der Möglichkeit zur technischen Beschneiung vor dem Hintergrund der drohenden Klimaerwärmung. Snowplan liefert Antworten auf die Fragen, was die globale Erwärmung ganz konkret für ein Skigebiet, für dessen Talabfahrten, die Bilanzen der Unternehmung und die regionale Wirtschaft bedeutet und wie auf die veränderten klimatischen Bedingungen reagiert werden kann.
Auf der Grundlage von Wetterdaten zurückliegender Winter können die Erwärmungsszenarien des IPCC (International Panel on Climate Change) mikrostandortbezogen in das Simulationsmodell eingespeist werden. Weiterhin fließen die Auslegung und Art der Beschneiungsanlage und zahlreiche weitere wichtige Einflussgrößen (z.B. Hangneigungen und -expositionen) in das Modell ein. SNOWPLAN ermittelt dann für jeden Hydrantenstandort und für jede Stunde eines Winters die mögliche Schneeproduktion, zu erwartende natürliche Schneefälle und vor allem die zu erwartende Schneeschmelze. Kombiniert ergibt das stundengenaue Angaben zu Schneedeckenhöhe und zum Zustand der Schneedecke und liefert damit die Information, ob Skibetrieb möglich wäre oder nicht. Darauf aufbauend ermittelt SNOWPLAN alle weiteren für das Gesamtgebiet relevanten Kennziffern: resultierende Betriebskosten, Besucherzahlen und Umsätze.
Rutscht das Ergebnis unter die Rentabilitätsschwelle, kann im Programm mit einem Mausklick nachgerüstet werden: Mehr Speicherteichvolumen, höhere Pumpkapazität, zusätzliche Schneeerzeuger. Die dafür fälligen Investitionskosten ermittelt SNOWPLAN automatisch und erstellt auf dieser Basis eine neuerliche Rentabilitätsberechnung.
"Technisch betrachtet kann man ja jeden Ort der Welt 100%-ig schneesicher machen, zur Not baut man eben eine Halle," so SNOWPLAN-Entwickler Christoph Schrahe. "Eine andere Frage ist, ob es sich auch wirtschaftlich rechnet. Der Abriss des SSAWS-Skidome in Tokio zeigt, dass das selbst an 1a-Standorten daneben gehen kann. In den Alpen gibt es eine Menge Skigebiete an 3c-Standorten, die definitiv nicht beliebig viel in die Beschneiung investieren können. Wer strategisch planen will, kommt eigentlich nicht darum herum, sich mit den konkreten Folgen der globalen Erwärmung auseinander zu setzen."
SNOWPLAN wurde von ift in Zusammenarbeit mit dem SLF in Davos und der Firma Techno Alpin, dem weltweit größten Anbieter von Beschneiungsanlagen, entwickelt. Grundlage ist ein Programm, das vom SLF zur Lawinenvorhersage entwickelt und in langjährigen Testreihen erfolgreich auf seine Reliabilität hin überprüft wurde.
Eine Broschüre mit weiteren Informationen zum Simulationsprogramm SNOWPLAN und zum gleichnamigen, von ift initiierten Expertennetzwerk, senden wir Ihnen auf Anfrage per E-Mail zu. Sie können Sie auch unter unserem Kunden-Login herunterladen (Benutzername: ift, Passwort: Snowplan)







