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Tourismus - GIS-basiertes Besucher-Prognose-Modell



Durch Marktanteilsberechnungen auf Basis der Bewertung der Attraktivität vorhandener Wettbewerber verfügt dieses Modell über eine methodisch sichere Grundlage für die Durchführung von Besucher-Prognosen bei der Planung von Freizeitanlagen.

Wofür Sie das Besucher-Prognose-Modell nutzen können



Anwendungsbereich des Modells sind Besucher-Prognosen für geplante Freizeitanlagen sowie die Ermittlung von Auswirkungen auf die Besucherzahlen von geplanten Angebotsveränderungen bei bestehenden Freizeitanlagen.

Üblicherweise werden im Rahmen von Besucher-Prognosen für Freizeitanlagen zwar Bevölkerungspotentiale und Aktivitätsquotienten rechnerisch exakt ermittelt, die erzielbaren Marktanteile einer neuen Anlage dann aber lediglich geschätzt. Damit unterliegen die Ergebnisse prinzipiell einer großen Unsicherheit. Die Folge sind Fehlplanungen, die am Bedarf vorbeigehen und nicht selten in wirtschaftlichen Desastern enden. An dieser Schwachstelle konventioneller Prognosen setzt das von ift entwickelte Modell an.

Es stellt der Tourismusbranche damit eine Grundlage für die Investitionsplanung zur Verfügung, die es in dieser Verlässlichkeit bislang nicht gegeben hat.

Anwendbar ist das Modell für Freizeitanlagen, die folgende Voraussetzungen erfüllen:

  •  klar abgegrenztes Profil der Einrichtung,
  •  überschaubare Zahl an Mitbewerbern (< 50),
  •  Vorhandensein von Daten zum Marktvolumen.

 

 

Referenzen



  •  Strukturstudie Freizeitgroßanlagen Osnabrücker Land

  •  Machbarkeitsstudie Brückenkopf-Park Jülich

  •  Masterplan Wintersport-Tourismus Thüringer Wald

 

 

Ansprechpartner



Christoph Schrahe, Tel. 02236-9499152
schrahe@ift-consulting.de

So funktioniert das Besucher-Prognose-Modell



Für die Beurteilung der Intensität des Wettbewerbs liefert die Betrachtung der Standorte potentieller Wettbewerber zwar erste Anhaltspunkte, nicht aber die für eine Investitionsentscheidung hinreichende Grundlage.

Entscheidend ist neben der Lage der Wettbewerber auch ihre Attraktivität, denn je attraktiver ein Wettbewerbsangebot ist, desto schwieriger ist es, von diesem Marktanteile zu gewinnen. Dies gilt umso mehr, je enger der Markt mit attraktiven Angeboten besetzt ist.

Die durch Anzahl und Attraktivität bestimmte Wettbewerbsintensität beeinflusst daher ganz entscheidend den Marktanteil und damit die Besucherzahl, die eine Freizeiteinrichtung erzielen kann.

Das Besucher-Prognose-Modell geht von folgenden Prämissen aus:

1. Messbarkeit der Attraktivität
2. Attraktivität determiniert Einzugsgebiet
3. Lineare Abnahme der Attraktivität
4. Nachfrage entsprechend Relation Attraktivität.

Auf Basis dieser Annahmen erfolgt die Modellrechnung bei der zunächst über die jeweilige Attraktivität das Einzugsgebiet aller betrachteten Anlagen errechnet wird. Dann wird die Entfernung jeder Anlage zu jeder Kommune im Einzugsgebiet errechnet. Anschließend werden durch lineare Regression die Attraktivitätsquotienten jeder Anlage in jeder Kommune ihres Einzugsgebiets abgeleitet. Zuletzt werden für sämtliche Kommunen die Quotienten der Anlagen, in deren Einzugsgebieten sie liegen, aufsummiert. Diese Summe ist das Maß der Wettbewerbsintensität im entsprechenden Quellmarkt.

Das Besucherpotential einer neuen oder veränderten Freizeiteinrichtung errechnet sich auf Basis der genannten Prämissen mit der Formel:

v = Σ K1-n (EWx x αx) x (ρx/Σρ1-n)

mit:
ν          = Besucherzahl
K1-n    = Kommunen im Einzugsgebiet

für die Nachfrage:
EWx    = Einwohnerzahl in der Kommune x
αx        = Aktivitätsquotient in der Kommune x

für den Marktanteil:
ρx        = Attraktivität der Anlage in der Kommune x
Σ ρ1-n = kumulierter Attraktivitätsquotient